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ÜBER UNS
Aus Anlass der Abschaltung des Kernkraftwerks Brokdorf haben sich im Sommersemester 2021 Studierende des Fachbereichs Art & Design der University of Europe for Applied Sciences mit dem Thema Energiewende und Atomausstieg beschäftigt.
Mehr über uns.

Für ihre Unterstützung danken wir den Bewohner:innen des Ortes Brokdorf, der Gemeinde Brokdorf, dem Kommunikationsbeauftragten des Kernkraftwerks Brokdorf Hauke Rathjen sowie der Hamburger Agentur Jung von Matt.



KONTAKT
Brokdorf bleibt
University of Europe for Applied Sciences
Museumstraße 39
22765 Hamburg, Germany

Telefon: +49 171 369 5359
Email: info@brokdorfbleibt.de
Presse: presse@brokdorfbleibt.de




INFORMATIVE ILLUSTRATION

KÜNSTLERISCHE VISUALSIERUNG



Im Kurs Künstlerische Visualisierung setzen sich Studierende mit den Merkmalen der modernen Informationsgesellschaft auseinander: Wissen ist ihr wesentlicher Rohstoff und Treibstoff, außerdem spielt Visualität zur Darstellung von oftmals abstrakten Informationen eine entscheidende Rolle.
Gestalterische Fragestellungen und Experimente eröffneten den Studierenden Möglichkeiten komplexen Inhalten eine visuell verständliche Form zu verleihen. Das Kraftwerk Brokdorf und seine bewegte Geschichte boten uns viele Ebenen für visuelle Umsetzungen, die wir in Kooperation mit der Betreibergesellschaft auf interessante Art und Weise medial inszenieren konnten.



PROJEKT 1

TRANSPARENTE BILDER



Motive zum Thema Endlagerung, Leistung, Co2




Videodokumentation der Umsetzung im Infozentrum


Das Team transparente Bilder hat sich mit der Konzeption und Gestaltung verschiedener Informationstafeln rund um das Gelände des Kernkraftwerks beschäftigt. Die Informationstafeln sollen den Rückbau des KBR kommunikativ begleiten und Besucher:innen, Fahrradfahrer:innen und Fußgänger:innen die Möglichkeit geben, mehr über Besonderheiten des Kraftwerks zu erfahren.

Umgesetzt werden die Motive auf transparenten Flächen, sodass die grafische und illustrative Ebene mit dem dahinter sichtbaren Realraum korrespondiert. Infografische Elemente mischen sich mit wilden Bildelementen, atmosphärisches Storytelling wird von konkreten Informationen flankiert. Etwa zur Protestgeschichte, dem Rückbau oder der Endlagerung.
Ein Informationsschild wird wie ursprünglich geplant an der Straße direkt hinter dem Elbdeich aufgestellt werden, die meisten Beiträge werden ab dem 13.12. an den großen Fensterfronten im Besucherzentrum des KBR zu sehen sein.

Ein Projekt von Sophie-Louise Berg, Kaja Doose, Tonia Feldtmann, Anzelika Filipcik, Ronja Knauer, Nadine Lührs und Lina Pittelkow. 


PROJEKT 2

MITARBEITER:INNEN PORTRAITS



Mitarbeiter:innen Portraits in der Ausstellung


Das Team Mitarbeiter:innen Portraits zeigt einen in der öffentlichen Wahrnehmung oft übersehenen Aspekt der Kernenergie: Anders als z. B. der Kohlekumpel haben die Mitarbeiter:innen in den Kernkraftwerken kein eigenes Image und es gibt nur wenige Stereotype oder populäre Vorstellungen, wer die Reaktoren am Laufen hält und wie sich die Arbeit dort gestaltet.

Das Projekt stellt Mitarbeiter:innen als Privatperson und in ihrer Rolle für das Unternehmen vor. Als Grundlage dafür dienten viele Interviews mit Angestellten des KBRs. Dabei wurden Fragen zu ihrer Arbeit, ihrer persönlichen Lebenssituation, der Außenwahrnehmung, ihrem Selbstbild, ihrer Haltung zur Kernenergie und ihrer Perspektive für die Zeit nach der Abschaltung gestellt.
Als Präsentationsform wurde ein illustriertes Porträt mit grafischen Elementen, Zitaten und kleinen szenische Darstellungen collagenartig zu einem Layout kombiniert, das das protokollierte Interview ergänzt.Ziel war es, eine Gruppe von Menschen zu Wort kommen zu lassen, die bisher nicht gehört wurde und dadurch den Betrachter:innen – unabhängig, was sie von der Technologie halten – zu ermöglichen, die Leistung der Mitarbeiter:innen anzuerkennen.

Hier geht es zu den kompletten Interviews:

Die Kerntechnikerin
Der Physiker 
Der Kerntechniker
Der Entsorger

Ein Projekt von Sarah De Groot, Aurélie Georges, Lisa Putz, Fenja Rebell und Simone Wall.


PROJEKT 3

BROKDORF PANORAMA



Brokdorf Panorama


In diesem illustrierten Schaubild werden besondere Aspekte des Kraftwerks Brokdorf in der Tradition eines Panoramabildes collagenhaft kombiniert.
Auf Grundlage der für die Wilstermarsch charakteristischen Landschaft erscheinen chronologisch Figuren aus der Protestgeschichte, Tiere und narrative Szenen begleiten den/ die Betrachter:in in den Betrieb der Anlage, die zum Ende verblasst. Dem Flug der Stockenten folgend, wenden wir uns der Zeit nach der Abschaltung zu.    
In der Ausstellung im Informationszentrum ist das Panorama als ein aus dem Inneren beleuchtetes, zylindrisches Objekt inszeniert. Der Blick von Alessandra Dueñas auf das Thema ist ein besonderer, da sie an diesem Projekt arbeitete, während sie (lockdownbedingt) in ihrer Heimat Peru festsaß.

Ein Projekt von Alessandra Dueñas, unterstützt von Anselm Vogt.


PROJEKT 4

ÄNGSTE



Dämonen der Angst


Die Rezeption der Kernenergie ist eine Sittengeschichte der Angst, ihre Wahrnehmung begleitet von Befürchtungen und Projektionen. Das Spektrum reicht von (spätestend nach den bekannten Reaktorunglücken) berechtigten Ängsten bis hin zu irrationalen Ängsten, die sicherlich mit der unscharfen Vorstellung von der Funktionsweise des Kraftwerks und den schwer einzuschätzenen Risiken der  radioaktiven Strahlung zu tun haben.
Der Beitrag gibt den Ängsten ein sehr plastisches Bild. Er lädt den/ die Betrachter/in dazu ein, eigene Ängste konkret zu benennen und darüber hinaus mit dem Ende der Laufzeit auch ein Ende der Ängste zu sehen, die der Bau und Betrieb des Kraftwerks auslöste.   

Ein Projekt von Eliese Brock, Anja Korsch und Mareike Park.